Europa - Abbau von
Feindbildern und Vorurteilen

Comenius-Projekt am Gymnasium der Stadt Kerpen

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Austausch: Vorbereitungstreffen

Vorbereitungstreffen auf Gran Canaria

Oktober 09

Das neue Comeniusprojekt „Vorurteile und Feindbilder abbauen – Mobbingprävention und –intervention“ ist mit einem Vorbereitungstreffen während der Herbstferien auf Gran Canaria positiv gestartet. Partnerschule unseres Gymnasiums ist das IES Ingenio, ein Gymnasium der Stadt Ingenio, ca. 30 km südlich der Hauptstadt Las Palmas.

Am 12.Oktober 2009, dem Nationalfeiertag Spaniens “Día de la Hispanidad”, fand unter dem hellblauen Himmel Gran Canarias die erste Begegnung der am Projekt beteiligten Lehrer statt. Bei diesem Treffen wurden die Themen für die jeweils beteiligten Schülerinnen und Schüler behandelt und die Aktivitäten für die nächsten Monate festgelegt, die das gegenseitige Verständnis der beiden Kulturen fördern und das Gemeinsame erarbeiten und vertiefen sollen.


Der Eingang der Schule auf Gran Canaria Beide Schulleiter mit den Projekt Leiterinnen
Der Eingang der Schule auf Gran Canaria Beide Schulleiter mit den Projekt Leiterinnen

Als Aktivitäten wurden eingeplant: ein Fotowettbewerb, ein Graffitiwettbewerb sowie die Gründung eines Filmforums auf der Internetplattform “eTwinning”. Auch eine gemeinsame Homepage wurde verabredet. Außerdem wurden die Termine für den Schüleraustausch festgelegt: Die deutschen Schülerinnen und Schüler reisen in der vierten Februarwoche nach Gran Canaria, die spanischen kommen in der letzten Aprilwoche nach Kerpen.

Während des Schüleraustauschs wird sowohl in Ingenio als auch in Kerpen ein Deutschland-Spanien-Tag ausgerichtet. Die Projektleiter vereinbarten die Einführung eines Europatages auch an der IES Ingenio, an dem neben der Präsentation der ersten Ergebnisse des Projektes auch verschiedene Aktivitäten stattfinden sollen, die das Verständnis der jeweils anderen Kultur fördern sollen.

Am 13. Oktober besuchten wir dann das IES Ingenio, wo der Schulleiter, Señor Betancor González, uns mit herzlicher Gastfreundschaft empfing. Er führte uns durch die wichtigsten Räume der Schule inklusive der Ausbildungsräume für verschiedene technische Berufszweige. Wir wurden von vielen Kolleginnen und Kollegen, Schülerinnen und Schülern sehr freundlich willkommen geheißen. Erste Gespräche bahnten sich bezüglich des Projektes schon an.


Wir wurden von Lehrer und Schülern sehr freundlich willkommen geheißen

In der anschließenden Besprechung beschäftigten wir uns hauptsächlich mit den Ergebnissen der Umfrage, die wir in Kerpen als Vorbereitung für dieses Treffen mit 343 Schülerinnen und Schülern der Oberstufe durchgeführt hatten, in der sehr unterschiedliche Vorstellungen z.B. über eine europäische Identität deutlich wurden. So fühlten sich dreiundfünfzig der befragten Schülerinnen und Schüler als Europäer, einhundertdreiundachtzig nur als Deutsche. Und vierundsechzig gaben an, sich als Europäer und Deutsche zu verstehen. Der Rest der Schüler fühlte sich anderen Nationalitäten zugehörig.

Auf die Frage, ob es gemeinsame europäische Normen und Werte gibt, gaben mehr als zwei Drittel der Befragten ein Ja als Antwort, jedoch ein Drittel ein Nein. Eine identische Umfrage wird es in Ingenio geben. In der Diskussion wurde schon deutlich, dass es notwendig sein wird, die Antworten der Schülerinnen und Schüler bezüglich Europäischer Identität, Werte und Normen ebenso zu hinterfragen wie die bezüglich Mobbing. Auch sollen sich die Schülerinnen und Schüler in Ingenio und in Kerpen gegenseitig über die Inhalte der Begriffe austauschen. Als Vorbereitung hierzu ist eine intensive Kooperation mit den verschiedenen Fachschaften (Philosophie, Ethik, Religion, Politik und Deutsch) geplant mit dem Ziel, Transparenz bei diesem Thema zu schaffen. In diesem Sinne wird im zweiten Halbjahr am Gymnasium der Stadt Kerpen auch eine Europa-AG eingerichtet.

Erfreulicherweise wurde weiterhin vereinbart, ab 2011 einen ein- oder zweimonatigen Schüleraustausch einzuführen.

Die Bedeutung dieses Projektes wurde noch dadurch hervorgehoben, dass ein Reporterteam des Regionalsenders der Kanarischen Inseln am Schluss des Treffens ein Interview aufnahm und in den Abendnachrichten ausstrahlte.

Während der letzten beiden Treffen am 17. und 19.Oktober haben wir mit den spanischen Schülern gearbeitet und verschiedene Fragen bezüglich Schüleraustausch und den anstehenden Themen besprochen.

Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass wir uns bei diesen Treffen einige neue und ehrgeizige Ziele gesteckt haben, deren Erreichen sich als echte Herausforderung erweisen wird.

Bernhard Ripp, Estrella Löwe-López

 

Aktuelles

Am Anfang war …

… der Gedanke eines ein­heit­­lichen Europas. Er prägte schon vor dem Comenius Pro­jekt unsere Schul­­phi­lo­­so­phie. Das Europa­­proj­ekt trägt zur Ver­­an­ke­rung der „europäischen Dimension im Un­ter­­richt“ bei. [..]
Durch Comenius wurde es mit dem Aus­tausch­­pro­gramm mit Spa­ni­en ver­bun­den und er­möglichte darüber hinaus den Auf­bau neuer Kontakte, [..]

Der Abschluss­bericht zum Projekt „Abbau von Feindbildern und Vor­urteilen - Mobbing Prä­vention und Inter­vention“ kann hier runter­geladen werden:

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